Ratgeber

Zinswende: Das Ende der Negativzinsen und Verwahrentgelte?

Autor: Nasih Lorenz
Datum: 08/18/2022

Die Zinswende läutet das Ende der Negativzinsen ein - positive Nachrichten, die allerdings noch nicht für Freudensprünge unter Sparern sorgen sollten.

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Zinswende und Negativzinsen auf einen Blick:

  • Zinswende: Verabschiedung der Niedrigzinsen auf Tagesgeld- und Festgeldkonten sowie der Negativzinsen auf Girokonten im Juli 2022
  • Negativzinsen: Angelegtes, gespartes Kapital verringert sich durch Minuszinsen 
  • Strafzinsen: hauptsächlich für (wohlhabende) Privatpersonen und Unternehmen ab einem gewissen Freibetrag fällig

2021 wurden anfallende Minuszinsen von Banken an deren Kunden weitergegeben. Über das gesamte Jahr hinweg wurde die Situation für Sparer zunehmend unangenehmer. So nahm die Anzahl der Banken mit negativen Zinsen Monat für Monat zu, Mitte Juli ´22 beträgt die Anzahl der Banken mit Verwahrentgelten 543 (Höchststand!).

Nur kurz darauf verkündet die europäische Zentralbank (EZB) die Anhebung der Leitzinsen, wodurch der gestiegenen Inflation (7,5 % im Juli ´22 in Deutschland, 8,9 % im Euro-Raum) Einhalt geboten werden soll. Dieser langerwartete Schritt der EZB macht es für die Geldhäuser obsolet, Negativzinsen zu erheben.

Auch wenn diese und weitere Maßnahmen wohlwollend angenommen werden, bedeuten sie nicht, dass Geld auf dem Konto plötzlich wieder sinnvoll ist. Zu hoch ist die Inflation, zu niedrig die Zinsen auf verschiedene Kontomodelle.




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Negativzinsen 2021: Wie kam es dazu?

Negative Zinsen gibt es bereits seit einigen Jahren. Neu ist, dass diese Zinsen nun nicht mehr nur von Banken bezahlt werden müssen. Wollten Banken ihr Geld bei der Europäischen Zentralbank lagern, kostete dies die Banken bisher immer negative Einlagezinsen. So wollte die EZB das Inflationsziel von unter zwei Prozent erreichen.

Lag dieser Einlagezins der Banken an die EZB im Jahr 2014 noch bei 0,1 Prozent, beträgt das sogenannte „Verwahrentgelt“ nun mittlerweile 0,5 Prozent. Diese für die Kreditinstitute anfallenden Kosten werden vollständig oder auch nur teilweise an die Kundschaft weitergegeben – insbesondere bei großen Summen.

Oktober 2021: Gemäß dem Vergleichsportal Verivox verlangen nun 135 Sparkassen und Banken Strafzinsen ab 50.000 Euro und höher. Bei wenigen Instituten fallen schon ab 5.000 Euro Guthaben Negativzinsen für Kunden an. 33 Banken verlangen bereits mit Einzahlung des ersten Euros Strafzinsen. Die Höhe der Negativzinsen beträgt bei den meisten Banken 0,5 %, nur wenige Geldhäuser verlangen zwischen 0,55 % und 1,0 %.

Sobald die Notenbank den Strafzins auf Bankeinlagen streicht, werden auch die Negativzinsen für Sparer auf breiter Front wegfallen. (Quelle: Oliver Maier, Geschäftsführer Verivox Finanzvergleich GmbH)

2022: Zinswende und das Ende der Verwahrentgelte

Im Juli 2022 neigt sich die Zeit der Minuszinsen (vorrübergehend?) dem Ende entgegen.

Die Anzahl der Banken und Investmenthäuser, die Verwahrentgelte auf Ihre Kunden erheben, nimmt nun wieder stetig ab. Bis zum 15.07.´22 haben sich bereits 49 Geldhäuser davon ganz oder teilweise verabschiedet. Am 21.07.´22 hat die Europäische Zentralbank den Leitzins um 0,25 % angehoben, weshalb sich mehr und mehr Kredithäuser von den Negativzinsen verabschiedeten.

Bereits Ende April hatten 34 Banken keine Negativzinsen mehr, 15 weitere Kredithäuser hoben die Freibeträge so deutlich an, dass viele Kunden keine Minuszinsen zahlen mussten. Zu den Instituten gehören u.a. Vertreter der Sparkasse, PSD-Banken als auch Volksbanken.

Die möglichen Konsequenzen der Zinswende

In einem Interview warnte Raimund Röseler (Bankenaufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)) vor übermäßiger Euphorie: „Die Voraussetzungen für einen perfekten Sturm sind gegeben.“

Ist von "perfektem Sturm" die Rede, ist das maximale Ausmaß einer Katastrophe gemeint, oder salopper ausgedrückt: "Schlimmer kann es nicht werden."

Röseler bezieht sich in seiner Aussage auf die Folgen der Leitzinserhöhung. Er sieht vor allem kleine und mittlere Geldhäuser in Gefahr. Deren langfristige Kredite - abgeschlossen zu Niedrigzinsen - könnten bei der Rückfinanzierung aber Probleme bereiten, da diese durch die Zinserhöhung teurer werden. Nicht jede Bank und nicht jedes Kreditinstitut wird diese Kreditrückzahlung überstehen bzw. ist dagegen abgesichert.

Auch zusätzliche Turbulenzen sind durch die Zinswende nicht ausgeschlossen. So werden Stimmen rund um eine drohende Rezession immer lauter.

Lohnt sich durch die Zinswende das Sparen wieder?

Tatsächlich sind die geplanten Leitzins-Maßnahmen der EZB ein positives Signal. Nicht nur das Bankkunden geringfügig entlastet werden, ebenso dürften Festgeld- oder Tagesgeldkonten wieder mit attraktiveren Zinsen abgeschlossen werden.

Es gibt ein großes ABER: Das Problem der hohen Inflation (7,5 % in Deutschland Juli ´22) wird durch die Leitzinserhöhung zwar angegangen, jedoch nicht gelöst. Was heißt das? Die Inflationsrate liegt oberhalb der aktuell angebotenen Zinsen. Bei einer Geldentwertung von 7,5 % sind beispielsweise 0,25 % jährliche Zinsen auf ein Tagesgeldkonto eher ernüchternd, auch 1,3 % bei einem einjährigen Festgeldkonto wirken nicht äußerst attraktiv unter dieser Betrachtung.


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Die Faustformel dafür lautet: 72 / Zinssatz = Laufzeit in Jahren bis zur Verdopplung.

Beträgt der Zinssatz - wie es aktuell der Fall ist - 0,5 % dauert es 144 Jahre bis zur Kapitalverdopplung.

Wie attraktiv klingt das für Sie?

Gold hingegen performt seit Jahresbeginn mit +8,39 %!
(Stand 19.08.2022, Quelle: https://www.gold.de/kurse/goldpreis/)

Erst wenn der Realzins (Verzinsung nach Abzug der Inflationsrate) im positiven Bereich liegt, sind  Sparmöglichkeiten wie Tages- oder Festgeldkonto wieder sinnvoll.

Was ist Ihnen lieber? Stetig schleichende Geldentwertung auf dem Bankkonto oder Werterhalt und sogar Wertsteigerungspotential durch physische Sachwerte wie Gold? Entscheiden Sie!




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Nach der Zinswende: Bargeldeinzahlungen in Deutschland nehmen zu

Mitte August berichtet die SZ über zunehmende Bargeldeinzahlungen der Deutschen und wir fragen uns überrascht und verwundert: Haben die deutschen Bargeldeinzahler das letzte Jahr verschlafen? 

Vor dem Hintergrund der hohen Inflation und der Aussage von Raimund Röseler muss dieses Verhalten zumindest hinterfragt werden.

Durch die Abschaffung der Negativzinsen steigen die Bargeldeinzahlungen in Deutschland. Noch während es Strafzinsen und Verwahrentgelte gab, hoben die Deutschen Bargeld en masse von den Banken ab, um die Minuszinsen zu vermeiden.

Mitte August ´22 gehören die Negativzinsen der Vergangenheit an und die Deutschen bringen Ihr Bargeld zurück auf die Bank, auch die Geldhäuser selbst zahlen das Bargeld aus ihren Tresoren auf die Konten ein. Doch warum? Ihr Geld verliert passiv an Wert!

Zwar wird das Bankkonto nun nicht mehr zusätzlich belastet, die hohe Inflationsrate raubt dem Geld dennoch die Kaufkraft. Das Geld wird auf dem Konto automatisch wertloser. Außerdem ist ein Bankguthaben lediglich ein ungesichertes Darlehen ohne jegliche Absicherung durch Vermögenswerte.

Es ist also ratsam, so wenig Geld wie möglich auf dem Bankkonto zu bunkern - es verliert dort schlichtweg an Wert und ist zusätzlich dem Risiko einer Bankenpleite in Folge der Zinswende ausgesetzt.

Welche Anlageform ist aktuell sinnvoll?

Es ist davon auszugehen, dass die Zinswende nicht mehr dazuführt, dass Sparformen wie Tages- oder Festgeldkonten im Jahr 2022 noch attraktiv werden, zu hoch ist die Inflation, zu niedrig das angebotene Zinsniveau. 

Sollte die Inflation stetig sinken und sich Richtung der anvisierten 2-Prozent-Marke entwickeln und die Zinssätze oberhalb der Inflationsrate liegen, dann lohnt sich Sparen auf dem Konto.

Da dies aktuell schlichtweg nicht der Fall ist und auch keine Tendenz in diese Richtung zu erkennen ist, empfiehlt sich der Kauf von Gold und Edelmetallen, welche von Haus aus einen Schutz vor Inflation und obendrein Wertsteigerungspotential (Gold > 8 %!) mitbringen.


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