Ratgeber

Krisenvorsorge beim Blackout: Wie sinnvoll sind Silbermünzen im Notfall?

Autor: Nasih Lorenz
Datum: 01/31/2022

Noch bevor das Jahr 2021 ein Ende fand, reihte sich ein neues Szenario in die Liste unliebsamer Begriffe wie Corona und Inflation ein: Blackout. Wie realistisch ist ein solches Worst-Case-Szenario in Europa? Was kann ich zur Vorsorge für den Notfall tun? Und wie können mir Silbermünzen in der Krise helfen?

Wie sinnvoll sind Gold- und Silbermünzen im Notfall?
Wie sinnvoll sind Gold- und Silbermünzen im Notfall?Krisenvorsorge beim Blackout | Golden Gates

Krisenvorsorge für Blackout und Brownout: Was ist was?

Kein Licht, Internet und Telefon tot, keine Heizung, kein warmes Wasser, ein Stromausfall hat bittere Konsequenzen für das komfortable Leben, an das wir uns alle gewöhnt haben. Womöglich haben sogar die meisten Leser bereits selbst einen Stromausfall miterlebt, jedoch keinen längerfristigen (z. B. 36 Stunden und länger) Ausfall der Energieversorgung. Hier wird zwischen Blackout und Brownout unterschieden.

Kritische Stromversorgung und Stromausfallrisiko - Die Unterschiede:

Sogar im Bereich kristischer Energieversorgung gibt es unterschiedliche Begrifflichkeiten. Wir erklären kurz und knapp die Unterschiede.

Blackout auf einen Blick

Brownout auf einen Blick

Kompletter Ausfall der Strom- und Energiezufuhr durch Überlastung oder Naturkatastrophen.

Kein vollständiger Stromausfall, temporäre Unterbrechung der Stromversorgung.

Öffentliches und privates Leben kommt zum Erliegen.

Spannungsabsenkung und vorübergehende Netzinstabilität z. B. durch schlechtes Wetter.

Dauer zwischen mehreren Minuten bis Wochen.Normalerweise keine ernsten Folgeschäden.

In den vorherigen Jahren konnte kein „richtiger“ Blackout registriert werden, vielmehr waren bundesweit Stromausfälle zu vernehmen, die von Ortschaft zu Ortschaft unterschiedlich aber niemals gravierend waren.

Lag die durchschnittliche Unterbrechung der Stromversorgung pro Verbraucher in Deutschland im Jahr 2006 noch bei 21,53 Minuten, so fiel dieser Wert bis 2014 auf 12,28 Minuten, stieg bis 2015 auf 15,14 Minuten und lag 2019 bei 12,2 Minuten.

Aus einer Pressemitteilung der Bundesnetzagentur geht hervor, dass im Jahr 2020 162.224 Stromunterbrechungen registriert wurden, die Störungsmeldungen sanken um 2.400. Das deutsche Stromnetz gilt allgemein als „äußerst stabil“ und „sehr zuverlässig“ – rosige Aussichten für die Zukunft also?

Woher die Sorge? Stromausfälle 2021 und aktuelle Blackout-Meldungen

Die Meldungen und Schlagzeilen rund um das Thema häuften sich 2021 zunehmend und scheinen die Menschen auch 2022 zu „verfolgen“. Anlass für das gestiegene Interesse an diesem Katastrophenszenario sind zwei größere, einschneidende Ereignisse aus 2021:

Am 8. Januar ´21 löste ein Strommangel oder gar ein Stromausfall in Rumänien eine Kettenreaktion aus, bei der mehrere europäische Länder vom kontinentalen Stromnetz getrennt werden mussten – ein Ereignis, welches in Deutschland zunächst wenig bis gar nicht bemerkt wurde. Tatsächlich gibt es bis heute noch keine offizielle Ursache für das Ereignis. Fest steht: Das Verbundstromnetz Europas erlitt einen Frequenzabfall von 50 Hertz auf 49,75 Hertz infolge des Stromausfalls in Rumänien, es folgte ein Ungleichgewicht aus Stromerzeugung und -verbrauch, was wiederum einen Zusammenbruch der Energieversorgung zwischen Kraftwerk und Verbraucher nach sich zog. Der drohende Blackout wurde dank eines Notfallprotokolls und dessen Handlungsanweisungen abgewendet, das Stromnetz konnte stabilisiert werden. Griechenland, Bulgarien, Kroatien, Rumänien und die Türkei wurden via Inselbetrieb versorgt, Großverbraucher aus Frankreich und Italien drosselten ihre Stromabnahme.

Nur sechs Monate später: Am 24.7.´21 ereignete sich abermals eine Großstörung in Europas Stromnetz. Eine Löschaktion an der Grenze Frankreich-Spanien verursachte einen Kurzschluss. Es kam zur Überlastung und infolgedessen zur automatischen Abschaltung des Stromfluss zwischen beiden Ländern. Auch in diesem Fall fiel die Netzfrequenz ab (48,66 Hertz), Spanien fehlte die Energie von circa drei Kraftwerken (2.500 MW). Zwei Millionen Menschen mussten über eine Stunde ohne Strom auskommen.
  
Obwohl kein Land und kein Haushalt der Welt frei von dieser Sorge sein kann, ist ein wochenlanger Blackout in Deutschland oder Europa nicht sehr wahrscheinlich. Natürlich bleibt die Frage bestehen: Was wäre, wenn? Zumindest, und auch da sind sich Experten einig, kann es nie komplett ausgeschlossen sein. In einem mehrwöchigen Blackout-Szenario würde die Versorgung der Bevölkerung nicht sichergestellt werden können – das zeigten die angeführten Ereignisse und die Erkenntnisse aus 2021.

Krisenvorsorge für die Zukunft: Gibt es Prognosen?

Eine Verivox-Umfrage verdeutlicht, dass einerseits die Stromversorgung Deutschlands allgemein als stabil und sicher eingeschätzt wird, andererseits legt sie aber auch einige (mögliche) Bedrohungen für die Stromversorgung offen:

  • Naturkatastrophen: Hochwasser, Hurrikans, Orkane
  • Veraltete Stromnetze
  • Cyber-Attacken
  • Terror

Die Bedrohungen scheinen auf den ersten Blick nicht abwegig, allerdings bedrohen Naturkatastrophen, Terror und Cyber-Attacken die Menschen permanent.

Das Thema Krisenvorsorge bleibt allerdings präsent, da das vermeintliche Blackout-Risiko stetig steigt. Als einer der Hauptgründe für die zunehmende Gefahr wird der Atomausstieg Deutschlands 2023 genannt, wodurch 8 GW gesicherte Leistung entfallen. Auch danach bleibt das Risiko bestehen, denn bis 2039 soll der Kohleausstieg Deutschlands geschehen und insgesamt 42 GW werden vom Netz genommen. Durch diese Ausstiege sinkt die Energieversorgungssicherheit in Deutschland, es schwingt die Befürchtung mit, dass erneuerbare Energien der erforderlichen Stromkapazität nicht Stand halten können.

Für den Notfall: Welche Vorsorgemaßnahmen kann ich treffen?

Hand aufs Herz: Wie realistisch ist dieser Ernstfall?

Mit Beginn der Coronapandemie häuften einige verunsicherte Menschen eine Vielzahl an haltbaren Lebensmitteln und Verbrauchsgütern. Leider würde sich ein Blackout nicht medial ankündigen und bereits im Vorfeld Aufsehen erregen. Kommt es also zum Blackout, wären wohl viele Menschen unvorbereitet, Supermärkte, Geschäfte etc. hätten geschlossen und könnten nicht öffnen, Konsumgüter könnten danach nur noch schlecht erworben werden.

Im Oktober ´21 startete das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) die Kampagne „Für alle Fälle vorbereitet“. Darin werden Präventionsmaßnahmen für die Notfallvorsorge kommuniziert, u. a. für Extremwettersituationen oder Stromausfälle.

Wir sind keine Blackout-Experten, möchten Ihnen aber dennoch die wohl wichtigsten Versorgungsgüter an dieser Stelle mitteilen. Für den Fall der Fälle sollte so vorgesorgt werden, dass „man“ zehn Tage ohne Einkaufen überleben kann – so die Faustregel.

Versorgungsgüter

Beispiele

Getränke und Lebensmittel

Ausreichender Wasservorrat für alle Personen zum Trinken und Kochen

Konservendosen, Reis und Nudeln, Kekse, Müsli, Getreide, Kartoffeln
Hilfsmittel

Beleuchtung: Taschenlampen, Kerzen, Feuerzeuge, Streichhölzer

Tauschgegenstände: Bargeld, Tabakwaren, Alkohol, Gold- und Silbermünzen

Schlafsäcke, warme Kleidung, Gasheizer

Solarsystem
Medizinische Versorgung

Verbandskasten

Persönliche Medikamente und Notfallmedikamente

Ausreichend Hygieneprodukte (Seife, Zahnpasta, Klopapier, etc.)

Vermögensschutz

Goldmünzen

Silbermünzen

Können Gold- und Silbermünzen als Krisenvorsorge genutzt werden?

Berechtigte Frage: Welchen Nutzen haben Silbermünzen oder Goldmünzen, wenn die Welt stillsteht und sowohl Strom, Internet und Heizung nicht zur Verfügung stehen? Stimmt, gar keinen.

Wir thematisieren keine Apokalypse und auch kein anderes Endzeitszenario, sondern eine temporäre, kritische Situation. Dabei ist das wichtigste, dass sich in Folge eines Blackouts die Situation allmählich normalisiert und die Menschen wieder mit Energie versorgt werden.

Ein Blackout kann aber Folgeerscheinungen mit sich bringen, z. B.: eine Offenlegung an Mängeln im System. In vielen Bereichen gibt es offensichtliche Mängel und Nachholbedarf. So könnte auch die Finanz- und Geldpolitik im Nachhinein eines Blackouts in Frage gestellt und reformiert werden.

Um nun für den absoluten Ernstfall gerüstet zu sein, empfehlen wir das Ansparen von Gold- und/oder Silbermünzen via Sparplan. Warum? Einerseits können Sie mit geringen monatlichen Beträgen ein beachtliches Edelmetallvermögen anhäufen und andererseits werden Gold und Silber nicht wertlos und bleiben auch nach einem Blackout attraktive Wertspeicher.

Kurz und knapp - Silbermünzen als Krisenvorsorge

Wir empfehlen für die Krise den Kauf von Silbermünzen. Sie sind zum einen für Kleinanleger günstiger in der Anschaffung als Goldmünzen, weniger fälschungsanfällig, sind dennoch inflationssicher und haben das größere Wertsteigerungspotential.

  • Silber ist in der Krise flexibler als Gold aufgrund des geringeren Wertes.
  • Silber ist nicht selten, aber auch nicht weit verbreitet und deshalb wertbeständig.
  • Silber ist als Industriemetall gefragt und bietet Anlegern eine gute Perspektive.
  • Das Beste: Auch wenn keine Krise entsteht, Silber und Edelmetalle erhalten ihren Wert und schützen Ihr angelegtes Geld.

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