Ratgeber

Eurokrise: Ursachen und Folgen der aktuellen Schuldenkrise

Autor: Nasih Lorenz
Datum: 07/13/2022

Wann kehrt endlich Ruhe in die europäische Finanz- und Geldpolitik ein? Während in Deutschland die Inflation im Juni ´22 leicht um 0,3 % sank und „nur noch“ bei 7,6 % liegt, erreicht die Teuerungsrate in der Eurozone mit 8,6 % einen neuen Rekordwert. Der massive Preisanstieg für Benzin, Gas und Strom wird als Hauptgrund für das neue Rekordniveau angeführt. Ist dies der Beginn einer neuen Euro-Krise oder befinden wir uns bereits mittendrin?

Droht eine neue Eurokrise?
Droht eine neue Eurokrise?Eurokrise 2022 | Golden Gates

Eurokrise 2022: Auf einen Blick

  • Seit 2009 komplexe Krise in der EU; Bedrohung der politischen und wirtschaftlichen Stabilität
  • Eurokrise bringt folgendes mit: Wirtschaftskrise, Staatsschuldenkrise, Bankenkrise
  • Erster Höhepunkt Frühjahr 2010: Staatsschuldenkrise und Volkswirtschaftskrise in Griechenland
  • 2022: Inflation, hohe Staatsschulden, Rezession und Energiepreisanstieg
  • Italien mit Staatsverschuldung von 150 % des BIP im Fokus


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Die Funktionen und Optionen der EZB

In der aktuellen Phase (Sommer 2022) nimmt die Europäische Zentralbank eine zentrale Rolle ein: Deren Hauptaufgabe ist es für Stabilität in der europäischen Währungszone zu sorgen, sie ist der Währungshüter. Die EZB kann die Euro-Stabilität durch den Leitzins regulieren. Geschäftsbanken können sich zu diesem festgelegten Zinssatz Geld bei Zentralbanken leihen. Bei einem 100.000-€-Darlehen und einem 3-prozentigen Leitzins müsste die leihende Bank noch eine 3.000-€-Gebühr an die EZB zahlen.

Nun sieht die EZB eine erste Leitzinserhöhung um 0,25 % vor (seit 11 Jahren) – eine gute Nachricht für Sparer und Konsumenten. Von Seiten der Wirtschaftsexperten kommt diese Maßnahme zu spät und wird noch als zu zögerlich interpretiert. Im September soll eine weitere Erhöhung folgen, je nach Inflationsrate. Die Grundlage dafür wurde durch den Stopp des Asset Purchase Programms (Anleihe-Ankaufprogramm; Aufkauf von Staatsanleihen) geschaffen, wodurch die Kapitalmarktzinsen – besonders für Staatsanleihen in Südeuropa – anstiegen. Es wird für Staaten also schwieriger sich „neues“ Geld zu leihen.

Wer ist von der Schuldenkrise betroffen?

Die Leitzinserhöhung könnte sich negativ auf Europas hochverschuldete Länder auswirken und somit eine neue Eurokrise herbeiführen. Im Mittelpunkt stehen Italien, Spanien, Portugal und Griechenland – die PIGS-Staaten. Werden es diese Staaten schaffen, ihre Verbindlichkeiten auch in Folge der Leitzinserhöhung zu tilgen?

Im Fokus steht Italien. Die Staatsverschuldung wird für 2022 auf circa 2,78 Billionen Euro geschätzt, das sind grob 25 % der kompletten Eurozone-Staatsschulden. Die finanzielle Stabilität Italiens ist von den geldpolitischen Strömungen am stärksten betroffen. Mit neuen Anleihekaufprogrammen könnte die EZB der italienischen Staatsverschuldung entgegenwirken.

Eine italienische Staatspleite könnte von den restlichen Euro-Staaten nur schwer aufgefangen werden.

Es gibt aber auch positive, entschärfende Nachrichten aus Italien: Zum einen ist die Wirtschaft des Landes geringfügig gewachsen, zum anderen liegt der aktuelle Rendite-Abstand zwischen Deutschland und Italien bei 2 % - ein überschaubarer Wert.


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Die Eurokrise ist eine europäische Schuldenkrise: Was kann dagegen unternommen werden?

"Das ist ganz klar die Rückkehr der Euro-Krise", so Clemens Fuest, Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Durch die steigenden südeuropäischen Anleihezinsen bleiben die deutschen Bundesanleihen auf der Strecke, was als deutliches Signal einer drohenden, europäischen Finanzkrise gedeutet wird. Oder anders formuliert: Die Risikoaufschläge („Spreads“) für südeuropäische Länder (PIGS) sind gestiegen. Es kommt zu einer rekordverdächtigen Differenz risikobehafteter und risikoreicher Staatsanleihen. Die Unterstützung für hochverschuldete Länder wird zurückgehen, die betroffenen Staaten werden sich mehr und mehr verschulden.

Ein Lösungsansatz für das Staatsschuldenproblem könnte das Bond-Kaufprogramm „PEPP“ (Pandemic Emergency Purchase Programm) sein, welches zumindest die Differenz der Staatsanleihen etwas entschärfen würde.

Was jedoch konkrete Pläne oder Ideen zur Abwendung der Eurokrise betrifft, hält sich die EZB derzeit noch zurück. Man darf gespannt sein, welche Maßnahmen, wann und in welcher Form ergriffen werden. Ein „zweites Griechenland 2010“ dürfte keineswegs im Sinne der EZB sein.

Was passiert mit Deutschland in der Eurokrise?

Rückblickend lässt sich sagen, dass Deutschland bereits von der Griechenland-Krise 2010 profitiert hat. Rund 100 Milliarden Euro hat Deutschland an Zinszahlungen damals einsparen können, nur 90 Mrd. Euro wurden Griechenland bereitgestellt. Profitiert hat Deutschland zusätzlich, weil Anleger aus aller Welt in Deutschland investiert haben, was wiederrum zu Ersparnissen bei den Staatsanleihen führte.

Und 2022? Auch hierfür lassen sich noch keine präzisen Prognosen aufstellen. Die deutsche Schuldenquote (Verhältnis von Staatsschulden zum Bruttoinlandprodukt) liegt bei 69,3 %. Zum Vergleich: Die Staatsverschuldung in Italien liegt bei 150 %, in Spanien bei 116 % und in Griechenland bei 185 %.

Im Vergleich mit den südeuropäischen Staaten ist die deutsche Verschuldung eher weniger bedrohlich. Die Gefahr einer Schuldenkrise ist dadurch noch nicht gebannt. Sobald die Arbeitslosenquote steigt und ein mögliches Gasembargo eine Nachfragekrise bestärkt, könnte Deutschland in eine Schuldenkrise schlittern.

Wie kann ich mich als Privatperson vor einer Finanzkrise schützen?

Die aktuelle Situation ist als Warnung zu verstehen!
Anbahnende Krisen spitzen sich oftmals schneller zu, als einem selbst lieb ist, Zeit zum Handeln bleibt da nur noch wenig.

Die womöglich zu spät ergriffenen Maßnahmen der EZB zur Bekämpfung von Staatsverschuldung und Inflation sollten für Privatpersonen als ein deutliches Signal zum eigenständigen Handeln verstanden werden. Hier lautet das Stichwort für jeden „Eigeninitiative“, denn es wäre schlichtweg naiv zu glauben, dass die Reaktion der EZB zeitnah geschieht oder sich gar positiv auf das Wohle „aller“ auswirkt.

 „Zeiten wie diese“ erfordern risikoarme und sichere Geldanlagen, Investoren schwören auf „sichere“ Wertanlagen in Krisenzeiten. Doch was ist schon sicher?

Eine krisenfeste Option ist beispielsweise Gold in Barren- oder Münzform. Gold fungiert in Krisenzeiten erfolgreich als Wertspeicher und finanzielle Rücklage. Da die Auswirkungen eines Euro-Crashs nur in der Theorie vorhersehbar sind – in der Praxis aber wohl ganz andere Konsequenzen auftreten werden – kann es kein Fehler sein, eine alternative, aber weltweit anerkannte Währung wie Gold sein Eigen nennen zu können. Das gelb glänzende Edelmetall wird praktisch nie wertlos und kann nahezu überall auf der Welt getauscht werden.

Unsere Empfehlung lautet daher eindringlich:
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