Ratgeber

Vermögen vor Inflation schützen

Inflation, Hyperinflation, Inflationsrate: Im Zusammenhang mit finanziellen Themen kursieren diese Begriffe immer häufiger durch die (Online-)Medien und sozialen Netzwerke. Dabei stellt sich für Verbraucher automatisch die Frage: Wie kann ich mein Vermögen vor Inflation schützen? Wir stellen Ihnen eine Methode vor.

So schützen Sie Ihr Vermögen vor der Inflation.So schützen Sie Ihr Vermögen vor der Inflation.Verlust der Kaufkraft durch Inflation.
„Denn die bittere Formel „Inflation frisst Kaufkraft“ tritt immer deutlicher zutage. Umso stärker ist die Nachfrage nach Wertspeichern, die alle politischen und wirtschaftlichen Verwerfungen unbeschadet überstehen.“ (Herbert Behr, Vorstand der Golden Gates AG)

Das Wort Inflation bedeutet (Preis-) „Aufblähung“. Steigt die Inflationsrate steigen die Preise für Verbraucher, die Kaufkraft des Geldes verändert sich - konkret heißt das: Energiekosten steigen, Nahrungsmittel werden teurer. 100 Euro bleiben 100 Euro, nur kann durch Inflation weniger gekauft werden.

Inflation kurz und knapp:
Januar 2021: Kaufkraft 100 Euro | Inflationsrate 2,0 %  Dezember 2021: Kaufkraft 98 Euro
Januar 2022: Kaufkraft 98 Euro | Inflationsrate 2,0 % Dezember 2022: Kaufkraft 96,04 Euro

Die Inflation sorgt also dafür, dass die Kaufkraft des Vermögens kontinuierlich sinkt. Bei gleichbleibender Inflationsrate würde innerhalb von zehn Jahren die Kaufkraft von 100 Euro auf 80,07 Euro sinken.

Historischer Abriss: 1 Ei – 320 Milliarden Mark - Inflation in den 1920`er Jahre

Der Begriff Inflation erinnert in erster Linie an die extreme Geldentwertung vor knapp 100 Jahren. In Folge der finanziellen Kosten (Reparationen, Kriegsanleihen) des 1. Weltkriegs brachte die deutsche Regierung immer mehr Geld in Umlauf, jedoch ohne materielle Gegenwerte. Das Resultat: Preise und Löhne explodierten, der Geldwert sank kontinuierlich.

Ihren Höhepunkt erreichte die Inflation im Jahr 1923. Kostete im Juni 1 Ei noch 800 Mark, kostete das gleiche Produkt Ende des Jahres rund 320 Milliarden Mark. Geld musste gebündelt und in Schubkarren transportiert werden, die Ersparnisse zahlreicher Familien lösten sich in Luft auf.

Das Ende der Hyperinflation markierte die neu geschaffene Währung Rentenmark (Wechselkurs 1:1 Billion) im November 1923. Ab Oktober 1924 folgte die Reichsmark. Infolgedessen stoppte die Inflation schlagartig und die Wirtschaft stabilisierte sich daraufhin rasch - vom „Wunder der Rentenmark“ war die Rede.

Vermögen sichern in der Finanzkrise: Wie bedrohlich ist die Inflation (2021)?

Eine extreme Geldentwertung wie 1923 wird sich 2021 und in den Folgejahren nicht wiederholen. Die Inflationsrate im Februar 2021 in Deutschland beträgt 1,3 %. Dies bedeutet, dass Produkte und Dienstleistungen um rund 1,3 % teurer sind als im Jahr zuvor.

Das Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) ist die Wahrung eines konstanten Preisindexes, der Preisniveaustabilität. Die Geldpolitik der EZB strebt eine Inflationsrate von knapp unter 2 % an. Aus Staatsperspektive ist eine Inflation in diesem Bereich sogar erwünscht.

Warum? Staaten können mittels der Inflation Schulden abbauen. Erhöht sich die im Umlauf befindliche Geldmenge, sinkt der reale Wert der Staatsschulden. Zudem zielen geringfügig steigende Preise darauf ab, Unternehmen und Verbraucher zu Käufen zu animieren. Für die Wirtschaft und den Staat ist Inflation das „kleinere Übel“, Deflation hingegen ein Problem.

Deflation, die Verringerung der Geldmenge und damit der Rückgang des Preisniveaus, bedeutet hingegen negative Auswirkungen für die Wirtschaft. In diesem Szenario fallen die Preise, daraufhin geben die Verbraucher weniger Geld aus, die Unternehmensumsätze sinken infolgedessen, die Wirtschaft schrumpft, der Lebensstandard sinkt. Daraus ergibt sich, dass eine geringe Inflation gewünscht ist, Deflation hingegen vermieden werden muss.

Inflationsrate in Deutschland zwischen 2005 und 2021.Inflationsrate in Deutschland zwischen 2005 und 2021.Die durchschnittliche Inflationsrate in Deutschland 2021 beträgt 1,3 %.

Vermögen sichern: Gold als optimaler Inflationsschutz?

Um nun das Vermögen vor dem Verlust der Kaufkraft zu bewahren, setzen Verbraucher vermehrt auf Anlagegüter. Klassische Anlageformen wie Sparbücher sind auf Grund eventuell anfallender Negativzinsen nicht lukrativ.

Klassische Sachwerte wie Edelmetalle bringen einen gewissen Inflationsschutz mit sich. Sehr wichtig ist hierbei eine breit gefächerte Streuung der Anlagen, um das Wertverlustrisiko auf ein Minimum zu reduzieren und möglichst profitable Rendite zu erwirtschaften.

Wertzuwachs beim Gold - So können Sie Ihr Vermögen vor der Inflation schützen

Ein Vermögen von 5.000 Euro hat bei einer Inflation von 2,0 % nur noch eine zukünftige Kaufkraft von 4.101,74 Euro nach zehn Jahren.

Werden diese 5.000 Euro nun in Gold, Silber und/oder ausgewählte Technologiemetalle angelegt, ist dieses Geld zwar einem geringen Wertverlustrisiko ausgesetzt, wahrscheinlicher ist es jedoch, dass sich der Betrag nach einer flexiblen Laufzeit erhöht und definitiv nicht seine Kaufkraft verliert.

Aktuell beträgt der durchschnittliche Wertzuwachs von Gold 9,1 %. Auch wenn von 2006 bis 2021 nicht jährlich ein Wertzuwachs (2013: -28.30 %!) zu verzeichnen war, würden innerhalb von zehn Jahren beim aktuellen durchschnittlichen Wertzuwachs von 9,1 % aus 5.000 Euro 5.455 Euro werden, eine Rendite von 455 Euro (9,1 % von 5.000)!

Wertzuwachs von Gold zwischen 2006 und 2021 in US-Dollar.Wertzuwachs von Gold zwischen 2006 und 2021 in US-Dollar.Der durchschnittliche Wertzuwachs von Gold beträgt +9,1 %.
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Frank Heinrich | Account Manager | Golden Gates Edelmetalle AG

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