Ratgeber

Gold vs. Immobilien

Autor: Herbert Behr
Datum: 06/21/2021

Das niedrige Zinsniveau bringt viele Menschen dazu, sich über alternative Anlageformen zu informieren. Zu den Anlageklassikern gehören Gold und Immobilien: Wir vergleichen beide!

Gold steht als Wertspeicher hoch im Kurs.
Gold steht als Wertspeicher hoch im Kurs.Gold vs. Immobilien: Der Vergleich

Sowohl Gold und Edelmetalle als auch Immobilien sind eine geeignete Anlageform, um Vermögen vor negativen, staatlichen Finanzeinflüssen zu schützen. Spar-, Tagesgeld- oder Festgeldkonto sind konservative Anlageformen mit Kaufkraftverlust durch die Inflation und Negativzinsen – hiervon ist abzuraten. Zwei etablierte, alternative Anlageformen sind Immobilien und Gold bzw. Edelmetalle.

Gold oder Immobilie? Die Gemeinsamkeiten vorgestellt!

Sowohl Edelmetalle als auch Immobilien sind eine Sachwertanlage mit Inflationsschutz. Aufgrund des anhaltenden Zinstiefs (seit 2002!) erleben alternative Anlageformen einen Boom. Mittel- und langfristig gesehen sind Immobilien sowie Gold als Anlage die richtige Wahl. Grund und Boden als auch Rohstoffe haben sich im Laufe der Geschichte als sinnvolle Absicherung gegen den Kaufkraftverlust bewiesen.

Attraktiv für Anleger sind zudem steuerliche Vorteile bei beiden Anlageformen. Gold kann steuerfrei erworben und verkauft werden, auch wenn beim Verkauf Gewinne erzielt werden. Bei einer selbst genutzten Immobilie kommen Steuersparmodelle zur Anwendung. So müssen beispielsweise Wohnungseigentümer nur 50 % der Miete in Rechnung stellen, falls die Wohnung an Verwandte vermietet wird. Vermieter können ihre eigene Steuerlast senken, wenn alle Werbungskosten (Reparatur- und Renovierungskosten, Hausnebenkosten, u a.) in der Steuererklärung angegeben werden.

Die Gemeinsamkeiten von Gold und Immobilien sind überschaubar und lassen sich schlichtweg auf die Sachwertanlage und die steuerlichen Vorteile reduzieren. Es dominieren vielmehr die Unterschiede zwischen beiden Anlageformen.




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Was gilt es bei Immobilien als Wertanlage zu beachten?

So attraktiv und bewährt Immobilien als Wertanlage scheinen, so gilt es im Vorfeld noch einige Aspekte zu bedenken. Noch im Jahr 2022 werden Grundstücksbesitzer mit einer neuen Grundsteuerreform konfrontriert. Hinzu kommen noch die im Folgenden aufgeführten, kritischen Aspekte beim Immobilienkauf, die es in jedem Fall zu berücksichtigen gilt.

Spekulationssteuer: 

Ob nun Grundstück oder Immobilie, eine Spekulationssteuer wird beim Verkauf innerhalb der Spekulationsfrist fällig. Diese Frist beträgt zehn Jahre, kann aber auch variieren. Als Grundstücks- oder Immobilienbesitzer können Sie diese Steuer umgehen, wenn Sie das Objekt nach Ablauf der Frist verkaufen. Der Beginn der Frist beginnt mit dem Kauf. Die Höhe der Besteuerung ist abhängig vom Veräußerungsgewinn, den privaten Einkünften sowie dem Einkommenssteuersatz.

Leerstände und Mietnomaden:

Unnötig Ärger für Immobilienbesitzer bzw. Vermieter bringen Aspekte wie Leerstände und Mietnomaden mit sich. Als Vermieter sind Sie auf regelmäßige Mieteinnahmen angewiesen. In Deutschland sind in etwa 10.000 bis 15.000 Mietnomaden "aktiv". Diese mieten ein Wohnobjekt mit der festen Absicht, dafür nicht zu zahlen. Beliebt sind Städte und Regionen mit hohen Leerständen.

Erbschaftssteuer:

Kommt es zum Todesfall in der Familie und Vermögenswerte wie Immobilien und Grundstücke gehen auf Familienmitglieder über, fällt eine Erbschaftssteuer an. Die Höhe dieser Steuer ergibt sich anhand der Höhe des Freibetrages sowie des Verwandtschaftsgrads des Beerbten. Bei mehreren Erben ergibt sich eine Erbgemeinschaft.

Geltende Steuerfreibeträge für die Erbschaftssteuerklasse I:

  • Ehepartner, Freibetrag: 500.000 Euro
  • Kinder, Freibetrag: 400.000 Euro
  • Enkelkinder, Freibetrag: 200.000 Euro
  • Eltern und Großeltern, Freibetrag: 100.000 Euro

Grundsteuerreform: Die Steuererklärung für Grundstücke

Für Immobilienbesitzer beginnt ab dem 1.7.2022 die Realisierung der Grundsteuerreform. Zwischen Juli und Oktober 2022 ist es für Grundstückseigentümer Pflicht, eine Steuererklärung für ihr Grundstück zu erstellen. Dies soll ausschließlich digital möglich sein. Der späteste Abgabetermin ist der 31. Oktober. Das neue Gesetz dient zur Neubewertung aller deutschen Grundstücke, insgesamt sind 36 Millionen Grundstücksbesitzer von dieser Maßnahme betroffen. Die neue Grundsteuer wird ab dem 1. Januar 2025 in Kraft treten.

Grundsteuerreform auf einen Blick:

  • Verpflichtung für alle Grundstücksbesitzer
  • Zeitraum der Frist: 01.07.´22 bis 31.10.´22
  • Berechnung: Grundsteuerwert x Steuermesszahl x Hebesatz = Grundsteuer
  • Notwendige Unterlagen: Einheitswertbescheid und Grundbuchauszug
  • Notwendige Angaben: Lage des Grundstücks, Grundstücks- und Wohnfläche, Bodenrichtwert, Gebäudeart (Bauwerk, Villa, Wohnimmobilie), Gebäudebaujahr
  • Grundsteuererklärung für jedes Grundstück (bebaut oder unbebaut; selbstgenutzt oder vermietet; privat oder gewerblich)
  • Unterstützung durch Steuerberater möglich und sinnvoll, insbesondere für Eigentümer einer Geschäftsimmobilie oder privaten und gewerblich genutzten Immobilie

Was nützt die Grundsteuerreform?

Die Grundsteuererklärung verwendet das Finanzamt, um einen neuen Grundsteuerwertbescheid und einen Grundsteuermessbescheid zu erstellen. Mit Hilfe dieser Angaben wird eine neue Grundsteuer berechnet seitens der Stadt bzw. Gemeinde. Ab 2025 erhalten Grundstücksbesitzer dann den neu berechneten Grundsteuerbescheid.

Immobilien als Kapitalanlage: Gibt es Vorteile gegenüber Gold?

Ein Haus- bzw. Wohnungskauf deckt in erster Linie das Bedürfnis ab, für sich und seine Familie einen sicheren Ort zum Leben zu haben. Eine aussichtsreiche Rendite ist dabei oftmals nicht vordergründig. So bietet eine Immobilie einerseits einen stabilen Vermögensschutz, andererseits erhält die Familie damit einen sicheren Standort sowie ein Dach über dem Kopf.

Beim Kauf einer Immobilie, welche keinerlei Unterkunft für Familienangehörige sein soll, zählt in erster Linie die Aussicht auf Rendite beim späteren Weiterverkauf, durch Mieteinnahmen oder sonstige Einkünfte, wie z. B. Geschäftseinnahmen. Bei geringem Sanierungsaufwand und steigenden Miet- und Immobilienpreisen kann die Rendite sehr hoch ausfallen, höher als bei Gold.

Gemäß dieser Betrachtungsweise bieten Gold und Edelmetalle nur den Vermögensschutz. Darüber hinaus haben nur die Weißmetalle Silber, Platin und Palladium einen zusätzlichen industriellen Nutzen. Gold hingegen ist nur Vermögensschutz und erfüllt bis auf diese Funktion keinerlei weitere nützliche Funktion.

Gold vs. Immobilien: Die Vorteile von Edelmetallen auf einen Blick

Beim Vergleich von Gold und Immobilien ist die Absicht hinter der Anlageform entscheidend. Physische Edelmetalle dienen der reinen Werthaltung und dem Schutz vor Inflation. Beim Kauf einer Immobilie steht in jedem Fall die zu erwartende Rendite im Vordergrund und/oder der Gedanke, seiner Familie eine Behausung zu bieten.

Weiterhin sind Immobilien mit zusätzlichem Aufwand verbunden, welcher bei Anlagen in Edelmetalle schlichtweg entfällt, weil diese keinerlei Pflegebedarf haben.

Die Vorteile von Gold gegenüber Immobilien:

  • Gold und Edelmetalle günstiger in der Anschaffung (bereits ab 25 Euro monatlich)
  • keine Steuern, keine Instandhaltungsmaßnahmen/Reparaturen, keine Zusatzkosten
  • leicht zu transportieren, einfacher Wiederverkauf
  • Gold kann anonym erworben werden

Ein weiterer Vorteil von Gold gegenüber Immobilien: Edelmetalle sind sicher vor Einflüssen des Staates. Der Besitz von Immobilien kann nur schlecht verheimlicht werden. Es ist zudem kein unrealistisches Szenario, dass der Staat Einfluss auf die Immobilie nimmt, z. B. in Form von Mietgesetzen (Mietdeckel), welche die Entwertung der Immobilie beschleunigen können.




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Gold oder Immobilie? Was ist das Beste für mich?

Beim Immobilienkauf kommen zusätzliche Faktoren auf, welche es zu Bedenken gilt - Stichwort Nachhaltigkeit: Welchem Zweck soll die Anlage dienen? Möchten Sie beispielsweise mehrere Generationen (>100 Jahre) finanziell absichern, ist eine Gold- bzw. Edelmetallanlage wohl das Richtige für Sie. Eine Immobilie hingegen benötigt Reparaturen und Sanierungsmaßnahmen und verschlingt auf längere Sicht (> 30 Jahre) mehr Geld. Allerdings können Immobilien eine renditestarke Anlageform sein, wenn die Immobilie bestimmte, zukünftig relevante Kriterien erfüllt, wie z. B. der Standort. Auch in Bezug auf steigende Immobilienpreise kann hier eine Investition in Immobilien lohnenswert sein. Gold hingegen ist die weniger spekulative und risikoärmere Anlage.

 Zusätzliche Faktoren sollten im Vorfeld eines Immobilienkaufs ebenfalls bedacht werden:

  • Wie hoch sind die anfallenden Steuern (Erbschaftssteuer, Grundsteuerreform, Spekulationssteuer)?
  • Welche Nebenkosten (z. B. Grunderwerbssteuer) kommen auf mich zu?
  • Weiß ich, wie lange ich die Immobilie behalten möchte?
  • Wird es Verwaltungskosten geben?
  • Welche Faktoren beeinflussen den Wiederverkauf?

All diese im Vorfeld zu bedenkenden Faktoren entfallen beim Kauf von Gold und/oder Edelmetallen. Weder benötigt eine solche Geldanlage Pflegemaßnahmen noch sonstige Formen von Aufmerksamkeit. Die erworbenen Goldbarren und -münzen werden auf Wunsch zu Ihnen nach Hause zur Eigenverwahrung geliefert oder in einem unserer Lager mit allen notwendigen Sicherheitsstandards aufbewahrt: Der Aufwand für den Käufer geht Richtung null.

Der Vergleich: Gold vs. Immobilien auf einen Blick

Gold und Immobilien lassen sich anhand verschiedener anlegerspezifischer Kriterien unterscheiden: 

Wertanlage
Kriterium
 Gold Immobilien
SicherheitHochHoch
EinstiegskostenGeringHoch
RenditeGeringMittel bis hoch
FlexibilitätHochGering
AufwandGeringHoch

Fazit: Gold vs. Immobilien

Wenig bis gar kein Aufwand, keine Steuern, schneller Wiederverkauf: Gold und Edelmetalle sind eindeutig die einfachere und bequemere Option für eine vermögenschützende, risikoarme Anlage.

Immobilien hingegen können durchaus eine rentable Anlage sein, gelten jedoch als sehr spekulativ, verbunden mit hohem Aufwand, steuerlichen Nachteilen, Wertverlusten und viele unterschiedliche, nicht zu kalkulierende Faktoren können den Erfolg einer solchen Anlage erheblich beeinflussen.

Als Anleger können Sie nun zwischen einer flexiblen, bequemen und risikoarmen Anlage oder einer aufwändigen, zeitintensiveren und spekulativen Anlage wählen.

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Frank Heinrich | Account Manager | Golden Gates Edelmetalle AG

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