Ratgeber

Negativzinsen: Positiv für Gold?

Negativzinsen - Ein Begriff der schon länger durch die Finanzwelt kursiert und nun für (Klein-) Sparer zur Realität zu werden scheint. Was hat es damit auf sich?

Gold kostet keine Zinsen.Gold kostet keine Zinsen.Gold als Alternative zu Negativzinsen

Negativzinsen auf einen Blick:

  • Angelegtes, gespartes Kapital verringert sich
  • Sparkassen und Genossenschaftsbanken (237 Banken insgesamt) erheben Negativzinsen von Privatkunden; 15 Banken verlangen Negativzinsen auf (normalerweise kostenlose) Tagesgeldkonten
  • Strafzinsen hauptsächlich für (wohlhabende) Privatpersonen und Unternehmen

Anfallende negative Zinsen werden mittlerweile von Banken an deren Kunden weitergegeben. Dies betrifft zunächst nur Kunden mit kurzfristigen Privatanlagen mit maximal einem Jahr Laufzeit. Als Bankkunde müssen Privatpersonen als auch Unternehmen ab einer Sparsumme von 100.000 Euro mit negativen Zinsen rechnen. Allerdings verlangen die meisten Banken erst ab deutlich höheren Sparbeträgen von z. B. 250.000 Euro oder erst ab 500.000 Euro Strafzinsen.

Der Anteil der Banken in Deutschland, die ihre Kundeneinlagen im Durchschnitt negativ verzinsen, nahm 2020 weiter zu (Quelle: Deutsche Bundesbank Monatsbericht Februar 2021)

Entwicklung der Negativzinsen in 2021


Januar 2021: Mehr und mehr Banken und Sparkassen verlangen mittlerweile Gebühren für Tagesgeldkonten. Nur vereinzelt gelten die Negativzinsen auch bei Girokonten sowie für geringe Spareinlagen.

Februar 2021: Negative Zinsen werden für Privatanleger wohl zur Normalität. Der Zinssatz für Spareinlagen ist mit Ende des Jahre 2020 erstmals in Deutschland auf unter null gesunken. Das heißt im Klartext: Deutsche Sparer zahlen Strafzinsen für Ihr Sparkonto – insofern die Laufzeit maximal ein Jahr beträgt.

April 2021: Die Corona-Pandemie verschärft Negativzinsen: 300 Geldhäuser verlangen inzwischen Strafzinsen. Innerhalb von drei Monaten hat sich die Anzahl der Banken mit Negativzinsen um 2/3 erhöht. Medien berichten, dass pro Tag ein Kreditinstitur mit Negativzinsen hinzukommt.
Im April 2021 liegt der durchschnittliche Wert bei 0,5 % Negativzinsen auf Tagesgeld- und Girokonten. Die PSD Bank Rhein-Rhur berechnet 1,0 % Negativzinsen bei mehr als 500.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto - Rekord!

Mai 2021: Mittlerweile verlangen 460 Banken Strafzinsen. Seit 2019 hat sich diese Zahl nun verzehntfacht, seit 2021 ist die Zahl um 150 Banken gestiegen. Rund 150 dieser Banken haben noch einen Freibetrag in Höhe von 25.000 Euro und weniger. Bei 23 Banken und Sparkassen gibt es bereits ab 1 Euro Strafzinsen. Zu den betroffenen Geldhäusern zählen u.a. Onlinebanken wie 1822direkt sowie Comdirect (50.000 Euro Freibetrag) aber auch die Hamburger Sparkasse, die Hypovereinsbank und die Sparda-Bank Hannover gehören zu den Banken mit Negativzinsen.

Negativzinsen 2021: Wie kam es dazu?

Negative Zinsen gibt es bereits seit einigen Jahren. Neu ist, dass diese Zinsen nun nicht mehr nur von Banken bezahlt werden müssen. Wollten Banken ihr Geld bei der Europäischen Zentralbank lagern, kostete dies die Banken bisher immer negative Einlagezinsen. So wollte die EZB das Inflationsziel von unter zwei Prozent erreichen.

Lag dieser Einlagezins der Banken an die EZB im Jahr 2014 noch bei 0,1 Prozent, beträgt das sogenannte „Verwahrentgelt“ nun mittlerweile 0,5 Prozent. Diese für die Kreditinstitute anfallenden Kosten werden vollständig oder auch nur teilweise an die Kundschaft weitergegeben – insbesondere bei großen Summen.

Bei Minuszinsen: Wie kann ich mein Geld alternativ anlegen?

Aktuell muss nicht jeder Bankkunde diese Minuszinsen zahlen. Strafzinsen könnten zum Beispiel ab Überschreitung eines gewissen Kontostandes fällig werden. Die Entwicklung für Privatanleger wird jedoch zunehmend besorgniserregender.

Um nun finanziell sicherer in die Zukunft zu gehen, ist es für Privatanleger sinnvoll, ihr Vermögen breitgefächert auch in Edelmetalle- und Technologiemetalle anzulegen. Die Vorteile dieser alternativen Anlage liegen auf der Hand:

„Gold bringt keine Zinsen, kostet aber auch keine Zinsen.“

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Frank Heinrich | Account Manager | Golden Gates Edelmetalle AG

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